MPU wegen Alkohol – gut vorbereitet ins Gespräch

Von Sascha P. Forbach, Verkehrstherapeut bei MPU Point seit 2016 · Stand: November 2026

Kurz gesagt

Bei einer MPU wegen Alkohol prüft der Gutachter, wie es zur Trunkenheitsfahrt kam, wie dein Trinkverhalten war und ob sich daran stabil etwas geändert hat. Je nach Fall gehören Abstinenznachweise über 6 oder 12 Monate dazu. Die Vorbereitung sollte früh beginnen.

Die Alkohol-MPU ist die häufigste Fragestellung. Ob du mit einer hohen Promillezahl aufgefallen bist oder mehrfach: Entscheidend ist, dass du dein früheres Trinkverhalten verstehst und eine stabile Veränderung zeigen kannst.

Wann wird eine MPU wegen Alkohol angeordnet?

Typische Anlässe sind eine Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille oder mehr sowie wiederholte Auffälligkeiten unter Alkohol im Straßenverkehr. Die Fahrerlaubnisbehörde kann eine MPU auch bei niedrigeren Werten anordnen, wenn weitere Hinweise auf ein Alkoholproblem vorliegen.

Abstinenz oder kontrolliertes Trinken?

Ob ein dauerhafter Verzicht nötig ist oder ein kontrollierter Umgang mit Alkohol möglich bleibt, hängt von deiner Vorgeschichte ab. Häufig verlangen Gutachter belegte Abstinenz über mehrere Monate, nachgewiesen durch Urin- oder Haaranalysen bei einem anerkannten Labor.

Kläre diese Frage früh – am besten mit deinem Berater –, damit keine wertvollen Monate verloren gehen.

Was im Gespräch gefragt wird

Wie viel hast du früher getrunken, wann und warum? Wie kam es zur Fahrt? Was hat sich seitdem verändert, und woran merkst du das im Alltag? Wie gehst du heute mit Feiern, Stress oder Rückschlägen um?

Im Kurs „Alkohol“ und in der Prüfungssimulation übst du genau diese Fragen – ehrlich und in deinen eigenen Worten.

Häufige Fragen

Wie lange sollte die Abstinenz nachgewiesen werden?

Das hängt vom Einzelfall ab; häufig sind es 6 bis 12 Monate. Lass dich früh beraten, welcher Zeitraum für dich sinnvoll ist.

Darf ich vor der MPU noch trinken?

Wenn Abstinenz für deinen Fall nötig ist, nein – und Rückfälle zeigen sich in den Nachweisen. Wenn kontrolliertes Trinken in Frage kommt, solltest du deine Regeln dafür klar begründen können.

Hilft es, Antworten auswendig zu lernen?

Nein. Gutachter erkennen auswendig Gelerntes schnell. Überzeugend sind ehrliche, eigene Antworten, die zu deiner Geschichte passen.

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Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Was für deinen Fall gilt, steht in der Anordnung deiner Fahrerlaubnisbehörde.

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