MPU wegen Drogen oder Cannabis – Klarheit statt Unsicherheit

Von Sascha P. Forbach, Verkehrstherapeut bei MPU Point seit 2016 · Stand: November 2026

Kurz gesagt

Bei einer MPU wegen Drogen oder Cannabis geht es darum, ob du Konsum und Fahren sicher trennst oder ganz verzichtest. Meist sind Abstinenznachweise nötig, und im Gespräch musst du deinen früheren Konsum und deine Veränderung nachvollziehbar erklären.

Bei Drogen- und Cannabis-MPUs ist die Lage oft unübersichtlich: Was gilt für meinen Fall, brauche ich Abstinenznachweise, und wie erkläre ich meinen früheren Konsum? Eine strukturierte Vorbereitung bringt Ordnung hinein.

Cannabis: seit April 2024 neue Regeln

Mit dem Cannabisgesetz gelten für Cannabis eigene Vorschriften in der Fahrerlaubnis-Verordnung (§ 13a FeV). Ob und warum bei dir eine MPU angeordnet wurde, steht in der Anordnung deiner Fahrerlaubnisbehörde – genau daran richtet sich die Vorbereitung aus.

Andere Drogen

Bei Amphetaminen, Kokain oder anderen harten Drogen erwarten Gutachter in der Regel einen belegten Verzicht über einen längeren Zeitraum und ein nachvollziehbares Verständnis dafür, wie es zum Konsum kam und was du heute anders machst.

Was im Gespräch zählt

Konkrete, ehrliche Angaben zu Konsumform, Menge und Häufigkeit, die Gründe für den Konsum, der Weg aus dem Konsum heraus und ein realistischer Plan für Risikosituationen.

Im Kurs „Drogen“ und in der Prüfungssimulation übst du, darüber offen und sicher zu sprechen.

Häufige Fragen

Brauche ich bei Cannabis immer einen Abstinenznachweis?

Nicht in jedem Fall. Es kommt auf die Fragestellung deiner Anordnung und dein Konsumverhalten an. Kläre das früh, damit kein Zeitraum verloren geht.

Wie werden Abstinenznachweise erbracht?

Über Urin- oder Haaranalysen bei einem dafür anerkannten Labor, nach festen Regeln (unangekündigte Termine bzw. festgelegte Haarlängen).

Was, wenn ich früher gelogen habe, etwa bei der Polizei?

Sprich das in deiner Vorbereitung offen an. Widersprüche zur Akte fallen im Gespräch auf – besser ist eine ehrliche, nachvollziehbare Erklärung.

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Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Was für deinen Fall gilt, steht in der Anordnung deiner Fahrerlaubnisbehörde.

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